Einheitliches Bedienkonzept überzeugt

Einheitliches Bedienkonzept überzeugt

„98% aller Ersatzteile liegen nach spätestens 24 Stunden bei unseren Kunden.“ Viele Industrieunternehmen, die moderne Verschraubungstechnologien nutzen, haben diese Erfahrung bereits mit HYTORC machen können. Aber das Zitat stammt nicht etwa aus dem Mund eines HYTORC-Verantwortlichen, sondern steht auf der Homepage der Zeppelin Baumaschinen GmbH, die seit 1954 in Deutschland der exklusive Vertriebs- und Servicepartner von Caterpillar Inc. ist, dem weltgrößten Hersteller von Baumaschinen.

Einer der wichtigsten, aber auch größten Dreh- und Angelpunkte des Unternehmens liegt in Köln. Denn hier in der Nähe des Kölner Flughafens befindet sich das Zentralersatzteillager für Deutschland und eine der wichtigsten Servicewerkstätten. „Insgesamt 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen hier dafür, dass Ersatzteile geliefert, aber auch Baumaschinen ausgerüstet, repariert und gewartet werden“, berichtet Frank Witt, der Serviceleiter der Niederlassung Köln. „Das beinhaltet auch die Aufgabe, Maschinen zu überholen und für den Wiederverkauf aufzubereiten“, beschreibt Michael Assenmacher, Vorarbeiter der Werkstatt, weitere Aufgaben von ihm und seinen rund 75 Kollegen. „Dazu gehört auch ein Rebuild insbesondere von Maschinen, die nicht mehr produziert, von unseren Kunden aber nach wie vor genutzt werden. Nachdem Sie bei uns waren, sehen diese quasi aus wie neu und sind auch auf null Betriebsstunden zurückgesetzt.“

Neben der Werkstatt existieren noch drei Spezialisierungen, „in denen zum einen Motoren von Baumaschinen und aus der Industrie repariert oder überholt werden; zum anderen gibt es eine Abteilung, in der Zylinder repariert, überholt oder auch angefertigt werden. Hinzu kommt noch eine Kettenpresse, in der diese Bauteile überarbeitet werden“, beschreibt Assenmacher den breiten Arbeitsbereich der Zeppelin-Niederlassung in Köln.

Einstieg in die Zukunft der Verschraubung

„Ein breites Spektrum auch für uns als Anbieter von Verschraubungstechnologie“, hebt Andreas Wanke von HYTORC Seis hervor, der gemeinsam mit Thomas Müller technologischer Berater bei der Zeppelin Baumaschinen GmbH ist. „Dass wir uns diese Aufgabe teilen, liegt nicht an der Größe dieses Kunden“, sagt Wanke, „sondern daran, dass Thomas Müller auf die hydraulischen Werkzeuge spezialisiert ist und ich auf die pneumatischen und elektrischen.“ Wobei das Zusammenspiel sehr gut funktioniere, wie Assenmacher betont. „Gibt es irgendwo Fragen oder technische Anforderungen, ist einer von den Beiden immer kurzfristig zu Stelle.“ Sie hätten die beiden bereits nach kurzer Zusammenarbeit schätzen gelernt. „Sie ergänzen sich perfekt.“

Firmengründer Ferdinand Graf von Zeppelin war zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seinem Luftschiff für die Menschen auf der ganzen Welt ein Symbol für Innovation und Fortschritt: Der Glaube an eine Vision, der feste Wille an den Erfolg und nicht zuletzt sein Pioniergeist haben über alle Grenzen hinaus Geschichte geschrieben. Dieser Geist einer offensiven Zukunftsgestaltung lebt im Unternehmen fort, so die Homepage des Unternehmens.

Assenmacher: „Dies erwarten wir auch in der Zusammenarbeit von und mit unseren Dienstleistern und Lieferanten. Die Arbeit hier bei Zeppelin ist unheimlich vielseitig und von der Vielfalt der Anwendungen eine hochinteressante und teilweise komplexe Aufgabe, bei der wir jeden Tag vor veränderte Bedingungen gestellt werden.“ Deshalb freue man sich, mit HYTORC jetzt einen Anbieter von Verschraubungswerkzeugen an der Seite zu haben, der „gemeinsam mit uns auch dann nach Lösungen sucht, wenn es noch keine gibt. Und dies sehr innovativ.“

Akku- und Hydraulikschrauber im Einsatz

Komplexe Anforderungen bedeuten, dass die Werkzeuge, die eingesetzt werden, nicht nur für einen Schraubfall einsetzbar sein müssen, sondern möglichst universell und mit einem über die unterschiedlichen Werkzeugtypen hinaus, einheitlichem Bedienkonzept.

Man habe man mit der Lithium Gun 1 und dem Hydraulikschrauber ICE 1 zwei Werkzeuge zur Verfügung, die genau den Ansprüchen entsprechen. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass mit der Vector Pumpe ein Hydraulikaggregat genutzt wirdn, das auf dem Display die gleiche Struktur aufzeigt wie das Display des Akkuschraubers. Außerdem können beiden Werkzeugen die Schraubarbeiten dokumentieren. „In Zeiten von Big Data sehr wichtig“, bekräftigt Assenmacher die Richtigkeit der Entscheidung, vom Schlagschlüssel auf moderne Technik umzusteigen.

Denn der Anlass für die Zusammenarbeit sei gewesen, dass man sich bei der Suche nach einem neuen Werkzeug an Thomas Müller und seine Präsentationen hydraulischer Werkzeuge erinnert und den Kontakt zu ihm gesucht habe. In der Abteilung sei zunächst überlegt worden, einen Stealth-Schrauber anzuschaffen. Nach intensiven Gesprächen mit Andreas Wanke und Thomas Müller kam der Entschluss, die Lithium Gun und den ICE zu kaufen. „Eine richtige Entscheidung, wie sich bis jetzt zeigt, denn wir können die beiden für viele Einsätze nutzen. Den ICE für alle „engeren“ Bereiche, die Lithium Gun für Verschraubungen an Motoren, Achsen, Differentialen, Reifen, Ketten, Zylinder usw., also überall dort, wo wir sicher auf Drehmoment-Drehwinkel verschrauben und darüber hinaus auch noch dokumentieren wollen oder müssen.“

Diejenigen Kollegen, die mit den beiden Schraubern arbeiten, seien sehr zufrieden. Die Belastungen seien geringer, weil die Ergonomie passt und die Sicherheit beim Verschraubungsvorgang erhöht werde. „Und zu guter Letzt“, sagt Assenmacher, „stimmt auch der wirtschaftliche Aspekt. Denn wir benötigen weniger Personal für die Verschraubungen, dies können wir sinnvoller an anderer Stelle nutzen. Und eine Reifen- bzw. Felgenmontage erfolgt heute vier Mal so schnell wie vorher.“

 

Über die Zeppelin Baumaschinen GmbH

Die Niederlassung Köln der Zeppelin Baumaschinen GmbH ist eine von insgesamt 35 in Deutschland und 190 Standorten weltweit. Insgesat verlassen pro Jahr ca. 5.000 Neu- und rund 3.500 Gebrauchtmaschinen die Werkshallen - 300 neue und 200 gebrauchte gehen dabei auf das Kölner Konto. 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind international für den deutschen Konzern tätig, davon 1.200 für die Zeppelin Baumaschinen GmbH, 1.100 von diesen im Service- und Ersatzteilbereich. 2017 erzielte das Gesamtunternehmen, zu dem außerdem die Zeppelin International AG und die Zeppelin Systems AG gehören, einen Gesamtumsatz von 2,75 Mrd. €.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der Luftschiffbau Zeppelin GmbH und der Zeppelin-Stiftung, die 1908 gegründet wurden. 1950 entstand die Metallwerk Friedrichshafen GmbH, die wiederum Mitte der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts den Auftrag als exklusiver Vertreter für Caterpillar gewann.