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5. Tag der Schraubtechnik 

Das Dach der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein - Diesen geschichtsträchtigen Ort hatte HYTORC-Seis ausgewählt, um beim 5. Fachtag der Schraubtechnik in die Zukunft der Verschraubungs-technologie zu schauen. Rd. 100 Experten aus den Unternehmen des nordrhein-westfälischen Maschinen- und Anlagenbaus waren der Einladung des Verschraubungsspezialisten gefolgt.

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Vorspannkraft erhalten

Lernt man Björn Greis, Projektingenieur und technischen Koordinator bei der Kuhne Anlagenbau GmbH kennen, ist man geneigt, einer Aussage aus der Firmenbroschüre keinen Glauben zu schenken und die Formulierung als Untertreibung zu werten: „Wir kennen vielleicht nicht jede Schraube an unseren Anlagen. Aber fast.“
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Zertifiziert nach ISO 9001:2015 und DIN ISO 29990

Nur knapp zwei Prozent aller deutschen Unternehmen, also ca. 55.000 aus mehr als 3,6 Mio. Unternehmen, sind nach ISO 9001 zertifiziert. Die meisten davon nach der mittlerweile veralteten Fassung von 2008. Die HYTORC Seis GmbH jedoch hat sich bereits kurz nach Veröffentlichung der neuen Version im September 2015 nach dieser Revision unter Führung von Ulrich Oehms, Prokurist der HYTORC Seis GmbH, zertifizieren lassen. mehr lesen »

Zukunftsmanagement schafft Spielfelder für die Zukunft

"Die Zukunft begünstigt nur den vorbereiteten Geist" resümierte Martin Ruesch, Vorstand der renommierten Future Management Group AG, Eltville, gegen Ende seines Vortrags "Zukunftsmanagement in technisch orientierten Unternehmensbereichen". mehr lesen »

Pressemitteilung

HYTORC Vector FA4 Pumpe

HYTORC-Seis auf der Steinexpo

Neue Regelwerke bedingen neue technische Lösungen


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Technik-Praxis Zukunft

03-04-06 00:00

Fachtag Maschinenbau 2006

Innovative Verschraubungstechnologien Fachtag Maschinenbau am 8. März 2006 in der Veltins-Arena AufSchalke

Das Drehmoment-Drehwinkel-Schraubverfahren (DDW) ist bereits seit längerer Zeit erfolgreich in die Produktion des Maschinen- und Anlagenbaus integriert. Es ermöglicht ein kontrolliertes Verschrauben im elastischen Bereich.
Mit dem von der Firma Hytorc entwickelten StreckgrenzGesteuertenAnziehverfahren (SGA) besteht jetzt erstmals die Möglichkeit, Schraubverbindungen > M16 bis zur Steckgrenze zu verschrauben. Die Vorteile dieses Systems werden im Automobilbau seit Jahren genutzt. Der Fachtag Maschinenbau, unter dem Leitthema "Technik - Praxis - Zukunft" am 8. März 2006 in der Veltins Arena AufSchalke setzt sich mit den beiden Schraubverfahren in Theorie und Praxis auseinander.
Diese Verfahren eröffnen Konstrukteuren und Technikern völlig neue Perspektiven bei der Auslegung von Verschraubungen an Maschinen und Anlagen. Referenten aus renommierten Unternehmen zeigen das Entwicklungspotenzial auf.

Hochzufrieden verließen die Besucher am Abend die Schalke-Arena. Sie waren Zeugen einer sehr interessanten Veranstaltung. Doch die positiven Kommentare bezogen sich nicht auf ein beeindruckendes Spiel des "Deutschen Fußballmeisters der Herzen" der Bundesligasaison der Spielzeit 2000/2001, als Schalke 04 sich gerade einmal für vier Minuten als Deutscher Meister wähnte, um dann doch noch aus allen Träumen geweckt zu werden. Die gute Resonanz bezog sich auf den "Fachtag Maschinenbau", den die Firma Hytorc-Seis Mitte März in der Schalke-Arena veranstaltete.

"Die Vorträge waren sehr gut ebenso die Betreuung", "Praxisorientierte Tagung, sehr gut!", "Praktische Vorführungen und technisch fundierte Darstellungen", "Die Regionalität führt dazu, dass man mal Leute kennen lernt mit ähnlichen Fragestellungen in der Nähe". So oder ähnlich lauteten die Kommentare der rund 50 Teilnehmer dieses Fachtages, der ganz im Zeichen innovativer Ansätze in der Verschraubungstechnologie stand. In einer ersten Rückschau zeigte sich auch Lothar Seis, Geschäftsführer der HYTORC-Seis GmbH, mit dem Echo aus den Kreisen der Teilnehmer sehr zufrieden. Ziel dieser Veranstaltung sei es gewesen, die neuesten Möglichkeiten des Drehmoment-Drehwinkel (DDW)gesteuerten und des Streckgrenzgesteuerten Anziehens(SGA) darzustellen und innovative Maschinenelemente wie die HYTORC-Dehnmutter bzw. die HYTORC-Disc in ihrer Anwendungsbreite zu präsentieren, damit mit Maschinen kompakter und somit kostengünstiger gebaut werden können.

"Wie schon bei unserem Fachtag Chemie, den wir im vergangenen Jahr in der BayArena in Leverkusen durchgeführt haben, hat sich das Konzept bewährt, externe Experten dafür zu gewinnen, entweder praxisorientierte oder eher theoretische Grundlagenvorträge zu halten und für entsprechende Fachfragen zur Verfügung zu stehen. Das dies auch in der Veranstaltung in Gelsenkirchen gelungen ist, bestätigten wiederum die Besuchervoten:. "Die Zusammensetzung der Vorträge war ein guter Mix", lautete das einhellige Urteil der Teilnehmer, die aus renommierten Maschinenbauunternehmen aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens nach Gelsenkirchen gekommen waren. In seinem Einführungsvortrag "Die Theorie des Drehmoment- Drehwinkelgesteuerten Anziehens" stellte Dipl.-Ing. Ulrich Oehms, Hytorc- Seis GmbH, die Unterschiede zwischen dem torsionsfreien Dehnen und dem drehenden Vorspannen heraus. Über 95% aller Schraubverbindungen im Maschinen- und Anlagenbau würden drehend vorgespannt, führte Oehms aus. Kein anderes Verfahren ermögliche eine schnellere und damit kostengünstigere Montage. Warum dies so ist, erörterten in zwei getrennten Vorträgen Dipl.-Ing. Michael Dietrich von der Terex Mining GmbH & Co. KG, Dortmund, sowie Dipl.-Ing. Ralph Ludwig, Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH & Co. KG, Krefeld. Beide Redebeiträge wurden bei der abschließenden Bewertung nicht nur wegen ihres fachlichen Gehaltes gelobt. Sie faszinierten insbesondere auch durch die extremen technischen Spezifikationen der vorgestellten hydraulischen Großpresse von Siempelkamp und der von Terex produzierten Großbagger.

Auf die für Terex wichtigen Vorteile des DDW ging Dietrich nach einer Präsentation der beeindruckenden Baggerproduktpalette, die für Kunden auch Bagger wie den RH-400 mit einem Eigengewicht von rd. 1.000 Tonnen und einem Schaufelinhalt von 85 Tonnen umfasst. Zwar gebe es auch einige Nachteile, z.B. müssten die Parameter für jeden Schraubfall durch Versuche bestimmt werden und sie hätten dann auch nur Geltung für diese Verschraubung. Außerdem könnten keine Tabellenwerte ermittelt werden. Das Positive würde aber eindeutig überwiegen und die DDW Verschraubungsmethode im elastischen Bereich habe sich seit 10 Jahren im Hause Terex bewährt. Damit meinte er insbesondere, dass die Montage nahezu unabhängig sei von Schmiermitteln wie z.B. MoS2 oder Kupferpaste. Die Montage könne unterbrochen werden und es seien keine empfindlichen Messgeräte erforderlich. Wichtig sei die große Wiederholgenauigkeit und dass eine genaue und gleichmäßige Schraubenvorspannung sicher erreicht werde. Ein Faktor, der nicht ausgeblendet werden dürfe, sei auch, dass Schrauben wieder verwendet und damit Kosten eingespart werden könnten. "Für die Großpresse mit 40.000 Tonnen Nennkraft und einem Presseneigengewicht von mehr als 5.300 Tonnen war die Verbindungstechnik eine besondere Herausforderung. Wir setzten für unterschiedliche Schraubfälle auch unterschiedliche Anzugsverfahren ein". Augenfällig sei jedoch gewesen, dass der Einsatz des DDW eine höhere Wirtschaftlichkeit bringt. "Die Schrauben sind bis an die Streckgrenze ausnutzbar, Schrauben können bei gleicher Vorspannkraft kleiner dimensioniert werden. Ebenso kann der Schaft bei gleicher Schraubenelastizität kürzer ausgelegt werden. All dies hatte zur Konsequenz, dass deutlich leichtere Schrauben verbaut werden konnten".

Außerdem von Vorteil: geringerer Platzbedarf, günstigeres Gerätehandling, schnellere Arbeitsweise, insgesamt geringerer Zeitbedarf. Bei anderen Schraubfällen der Großpresse, die in einem Ort am Fuß der Pyrenäen aufgebaut werde und auf der in Zukunft hochwertige Schmiedeteile aus Sonderwerkstoffen hauptsächlich für die Luftfahrtindustrie und die Energietechnik gefertigt werden, seien andere Verfahren gewählt worden, "hauptsächlich deshalb, weil wegen der auf ca. 130.000 Nm begrenzten Drehmomentkapazität der derzeit am Markt angebotenen hydraulischen Drehmomentschrauber die Verwendung entsprechender Werkzeuge nur bis zur Schraubengröße M 140 in Frage kam", führte Ludwig aus. Die darüber liegenden Schraubengrößen M 160 und M200 seien mit hydraulischen Dehnzylindern angezogen worden. Dabei habe man aber die Erfahrung gemacht, dass "beim Spannen mit einem hydraulischen Dehnzylinder die Schraubenstreckgrenze nicht voll ausgenutzt werden kann, weil sonst unkontrollierte plastische Dehnungen auftreten würden. Die während des Spanvorgangs aufgebrachte Kraft muss daher stets einen Sicherheitsabstand von mindestens 5 - 15% zur nominellen Materialfließgrenze einhalten. Aus der Fachliteratur sind Erfahrungswerte für den Setzfaktor von ca. 1,1 - 1,4 beim hydraulischen Vorspannen mittels eines Dehnzylinders bekannt. Unter Berücksichtigung dieses Setzfaktors kann die reproduzierbar erreichbare Vorspannkraft ausreichend sicher bestimmt werden. Sie beträgt ca. 60 - 85% der Schraubenfließgrenze. Beim Anziehen mit einem Drehmomentschrauber kann dagegen prinzipiell Streckgrenzen-gesteuert mit kontrollierter plastischer Dehnung bis an die Schraubenfließgrenze angezogen werden", so Ludwig.
Die an der Presse mittels Ultraschall durchgeführten Messungen zeigten beeindruckend, dass man bei DDW gesteuerten Anziehen ein deutlich höheres Vorspannkraftniveau erreicht als beim hydraulischen Dehnen. Auch waren die Streuungen der erreichten Vorspannkraft wesendlich geringer. Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmer die Vorstellung des Streckgrenz-gesteuerten Anziehens.

Dr. Uwe Hasselmann, Geschäftsführer der August Friedberg GmbH, hatte mit seinen Ausführungen die theoretische Basis für die Ausführungen über die Erfahrungen mit dem Streckgrenzgesteuerten Anziehen (SGA) von Holger Junkers, Geschäftsführer der JUKO Technik, gelegt. Aus Sicht des Schraubenherstellers, ist es durchaus möglich, an die Streckgrenze eines Bolzens zu gehen. Das oft gehörte Argument, dann bliebe nicht mehr genügend Elastizität für eine anschließende Betriebsbeanspruchung sei unzutreffend. Die Schraube erreicht beim Drehmomentgesteuertenanziehen die Streckgrenze weil sie sowohl auf Zug als auch auf Torsion belastet wird. Nach Beendigung des Anziehvorganges reduzieren sich die Torsionsspannungen in der Schraube und damit sinkt die Belastung der Schraube. Messergebnisse zeigen, dass sich min. 50% der Torsionsspannung sofort abbauen. Die Schraube erhält damit wieder genügend "Spielraum" für die Betreibslast. Dies gilt im Übrigen auch für das Überelastische Anziehen.

Holger Junkers nutzte seine Ausführungen zum Streckgrenzgesteuerten Anziehen, einem Verschraubungsverfahren, das seit längerem bereits in der Automobilindustrie erfolgreich genutzt wird und das jetzt von den Unternehmen Hytorc und Hytorc-Seis für den Einsatz im Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau transferiert wurde, um ein vollkommen neues Aggregat, SmartPump bzw. SmartDoc genannt, vorzustellen. Grundsätzlich sei zum SGA zu sagen, dass das Verfahren für entsprechende Schraubfälle hervorragend geeignet sei. Die Vorspannkraftstreuung sei sehr gering, da sie in erster Linie nur noch von der Höhe der Streckgrenze der Schraube abhängt. Es wird immer die höchstmögliche Montagevorspannkraft aufgebracht ohne Gefahr die Verbindungselemente zu Überdehnen. "Da die Schraube immer optimal vorgespannt wird, kann deutlich kleiner dimensioniert werden. Damit sinken die Kosten für die Verbindungselemente und damit auch für das gesamte Bauteil.", sagte Junkers. Die Mehrfachverwendung von Schrauben sei möglich. Die Schrauben müssen nicht, wie bei nahezu allen Verfahren die die Vorspannkraft über die Längenänderung bestimmen, speziell bearbeitet werden. In Kombination mit der neuen SmartPump sei das SGA auch ohne großen Schulungsaufwand einsetzbar. Denn durch eine einfache und schnelle Bedienerführung sei eine erhebliche Minimierung von Anwendungsfehlern erreicht worden. Auf Wunsch kann ein Schraubschema vor dem Einsatz programmiert werden, damit wird eine optimale Bedienerführung erreicht. Während der Verschraubung würde das Verfahren auf Plausibilität überprüft, etwaige Fehler sofort erkannt. Da alle relevanten Prozessparameter in elektronischer Form vorliegen, kann der gesamte Schraubvorgang dokumentiert werden. Arbeitsunterbrechungen sind möglich und führen nicht zu einer lückenhaften Dokumentation", führte Junkers aus. Gerade eine Gerichtsverwertbare Dokumentation ist für viele Unternehme im Schadensfall überlebens wichtig. Alles in allem, resümierte Junkers, sei dies ein baustelletaugliches System, das mit hoher Betriebssicherheit arbeite und auch für das drehmomentgesteuerte Anziehen und das DDW einsetzbar sei.


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