HYTORC Dehnmutter
HYTORC hat, durch die stetige Weiterentwicklung von hydraulischen Drehmomentschraubern, das Anziehen und Lösen von Schraubverbindungen entscheidend vereinfacht. Allerdings muss auch das beste Werkzeug den physikalischen Gesetzen gehorchen. Um ein Drehmoment in eine Schraubverbindung einleiten zu können, ist generell eine sichere Abstützung des Werkzeuges notwendig. Außerdem wird die Schraube zusätzlich auf Torsion belastet, was zum Mitdrehen der Schraube führen kann. Diese Probleme lassen sich nicht alleine durch das Werkzeug lösen. Um das Schrauben weiter zu perfektionieren hat HYTORC ein völlig neues Maschinenelement entwickelt.
Die HYTORC-Dehnmutter besteht aus 3 Teilen:
der Inneren Hülse (1),
der Äußeren Hülse (2),
der Unterlegscheibe (3).
Die Funktionsweise:
Die Innere Hülse hat dasselbe Gewinde wie der Bolzen.
Innere Hülse und Scheibe sind über eine Verzahnung miteinander verbunden,
sodass sich die Innere Hülse nur axial bewegen kann.
Innere und Äußere Hülse sind mit einem Gewinde verbunden. Wenn die
Äußere Hülse gedreht wird, bewegt sich die Innere Hülse nach oben und
dehnt den Bolzen torsions- und seitenlastfrei.
Beim Anziehen der HYTORC-Dehnmutter dreht der Schrauber die äußere Hülse im Uhrzeigersinn und zieht so die innere Hülse mit der Schraube nach oben. Dabei stützt sich die äußere Hülse auf der integrierten Unterlegscheibe
ab. Das Reaktionsmoment wird über den Reaktionszapfen, zentral durch den Antrieb in die innere Hülse und von dort über die Unterlegscheibe
reibschlüssig in die Auflagefläche übertragen. Die HYTORC-Dehnmutter bildet mit dem Schrauber ein in sich geschlossenes Kräftesystem, in dem alle Relativbewegungen stattfinden. Dadurch ergeben sich nachfolgende Einsatzvorteile.
Produktivitätsgewinn:
- Hohe Genauigkeit ohne zusätzliche Messtechnik - Der Reibbeiwert kann bereits nach der Produktion, unabhängig von der Anwendung, bestimmt werden. Erreichbare Vorspannkraftgenauigkeit: ± 5%.
- Vorspannkraft pur - Es werden keine Drehmomente in die Schraube eingeleitet, sie wird torsionsfrei gedehnt. Das Gegenhalten bei Durchgangsschrauben entfällt.
- Schnelligkeit - Schraubverbindungen, selbst unter ungünstigen Bedingungen, werden mit einer bisher nicht erreichten Geschwindigkeit angezogen und auch wieder gelöst.
- Querkraftfrei - Da das Werkzeug direkt an der Mutter reagiert entstehen keine Querkräfte beim Schrauben. Ein außenliegender Reaktionspunkt wird nicht benötigt. Der Reaktionsarm wird überflüssig.
- Keine Setzverluste - Da sich alle Bauteile ständig im Kraftfluss befinden kommt es nach dem Anziehen nicht zu Setzverlusten, wie dies beim hydraulischen Dehnen unvermeidlich ist.
- Maximale Ausnutzung der Schraubenstreckgrenze auch bei kurzen Schrauben.
- Schonung von Auflageflächen und Dichtungen - Die Bauteile werden beim Anziehen nie über die gewünschte Vorspannkraft hinaus belastet.
- Wiederverwendbarkeit - Selbst nach 50-maligem Einsatz an einer Freianlage mussten die Muttern nicht ausgetauscht werden.














